Frettchen im Alsdorfer Tierpark

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Das Frettchen

Lat.: Mustela putorius furo Klasse: Säugetiere Ordnung: Landraubtiere Familie: Marder

Frettchen sind Stinker!

Der lateinische Name kommt von "mus" = Maus und "putorius" = übel riechen, weil Frettchen Mäuse jagen und eine Stinkdrüse zur Abwehr ihrer Feinde besitzen.

 

Frettchen sind neugierige Gesellen!

Frettchen schlafen etwa 14-18 Stunden pro Tag. Wenn sie wach sind, sind sie sehr verspielt. Frettchen sind sehr neugierig und untersuchen alles, nichts ist vor ihnen sicher.

Sie lieben alles, in das sie schlüpfen können, z.B. Röhren, Taschen, Handschuhe oder Mützen. Frettchen brauchen Abwechslung. Sie untersuchen alles, was ihnen in den Weg kommt.

Frettchen
Iltis Frettchen

Beschreibung / Aussehen

Frettchen sind keine Wildtiere, sondern wurden aus wilden Iltissen gezüchtet. Wie Iltis, Marder und Wiesel gehören sie zur Familie der Marder und sind kleine Landraubtiere. Ihr langer buschiger Schwanz ist knapp halb so lang wie der Körper.

 

Der Kopf trägt kleine, runde Ohren und eine abgerundete Schnauze. Frettchen können nicht besonders gut sehen. Als Nachtaktive leben und jagen sie meist in unterirdischen Bauten.

 

Deshalb ist es für sie viel wichtiger, gut zu hören und zu riechen. Außerdem haben sie überall im Gesicht Tasthaare.

Das männliche Tier (Rüde) hat eine Körperlänge zwischen 48 – 80 cm, wobei 13 – 19 cm auf den Schwanz entfallen. Das weibliche Tier (Fähe) ist etwas kleiner.

Die Rüden erreichen ein Gewicht von bis zu 2 kg. Der Unterschied zwischen dem Sommer- und Wintergewicht kann ein drittel ihres Gesamtgewichts betragen.

Heimat

Frettchen stammen vermutlich von südeuropäischen oder nordafrikanischen Iltissen ab. Schon vor über 2000 Jahren hatten Ägypter, Griechen und Römer gezüchtete Frettchen, die in den Häusern Mäuse, Ratten und Schlangen jagen sollten.

Heute werden Frettchen als Haustiere gehalten; auf den Inseln Sizilien und Sardinien leben jedoch auch Frettchen, die verwildert sind.

Lebensraum

Wilde Europäische Iltisse (Mustela putorius) leben in einer abwechslungsreichen kleinen Welt: Sie mögen Wiesen und kleine Wälder und halten sich gerne in der Nähe eines Gewässers auf, wagen sich aber auch in Siedlungen und Gärten

 

Sie leben fast nur auf dem Boden und in unterirdischen Gängen und Höhlen.

Süsses Frettchen
Frettchen im Versteck

Nachwuchs

Die Ranzzeit bei Frettchen ist von März bis August. Die Rüden haben im Alter von 365 Tagen und die Fähen mit 275 Tagen ihre Geschlechtsreife erreicht. 2 Würfe pro Jahr mit jeweils ca. 5 Welpen sind möglich.

Am Anfang werden die jungen Frettchen nur von der Mutter gesäugt. Wenn sie etwa drei Wochen alt sind, müssen die Welpen mindestens dreimal täglich gefüttert werden. Mit etwa acht bis zwölf Wochen trennt man sie von der Mutter. Sie brauchen dann einen eigenen Käfig. Jungtiere eines Frettchens heißen Geheck. Gemeint sind damit alle Geschwister aus einem Wurf. Frettchen werden 6-10 Jahre alt.

Sprache

Sie werden zwar sehr zahm, wenn man sie ganz jung bekommt, aber wenn sie Angst haben oder sich erschrecken, können sie fauchen und richtig aggressiv werden.

Ernährung

Frettchen sind Fleischfresser.  Alle 3 – 4 Stunden müssen Frettchen essen und frisches Wasser sollte immer zur Stelle sein.

Frettchen am Baumstumpf

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