Rotwild im Gehege

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Eine der bekanntesten Wildarten in Deutschland ist das Rotwild (Cervus elaphus). Die majestätischen Hirsche sind seit Jahrhunderten ein Sinnbild für die Jagd. Sie sind die größte heimische Wildart. Das Rotwild verfügt über ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten.

 

Manchmal lebt das Rotwild in Rudeln, gelegentlich fühlt es sich auch als Einzelgänger wohl. Nur die männlichen Tiere (Hirsche) haben ein Geweih, das im Frühjahr abgeworfen wird. Bis zum Oktober entwickelt sich dann ein neues Geweih, das in den ersten kalten Tagen im Herbst  für die Brunftkämpfe gebraucht wird.

Rotwild braucht großflächige Lebensräume, wo es sich zurückziehen kann. Früher war das Rotwild ein typisches Steppentier, wir Menschen haben es aber im Lauf der Zeit in den schützenden Wald gedrängt

 

Darin liegt auch eines der Hauptprobleme des Rotwildes: Durch den Bau von Strassen und verschiedene Formen der intensiven Landnutzung wird der Lebensraum des Rotwildes immer kleiner. Die Jäger kämpfen dafür, dass diese Entwicklung gestoppt wird, damit der "König der Wälder" uns noch lange erhalten bleibt.

Das Reh ist die kleinste einheimische Hirschart mit einem kleinen Geweih, das in der Jägersprache irreführend Gehörn genannt wird.

Aber wie alle echten Geweihe wird es regelmäßig abgeworfen (im Herbst), unter einer samtartigen "Basthaut" neu aufgebaut (während des Winters) und, wenn es fertig ist, an einem Strauch oder Bäumchen von dieser Haut befreit, "gefegt" (im Vorfrühling).

Jede der beiden Geweihstangen hat nie mehr als 3 Enden. Das Sommerfell (ab Mitte Mai) ist rotbraun, das viel dickere Winterfell (ab Mitte Oktober) graubraun. Jungtiere, die "Kitze", haben bis zum Herbst ein weißgeflecktes Tarnkleid.

Der winzige Schwanz ist im Fell verborgen, Rehe wirken schwanzlos. Im Winter schließen sich Rehe oft zu kleineren Gruppen zusammen, die übrige Zeit des Jahres sind sie Einzelgänger.

 

 

Der Hirsch oder Rothirsch ist eine über die gesamte gemäßigte Zone der nördlichen Erdhälfte verbreitete Hirschart, von der man viele Unterarten unterscheiden kann: in Europa den Rot- oder Edelhirsch, in Nordafrika den gefleckten Berberhirsch, im Kaukasus und in Zentralasien den kapitalen Maral, in Mittelasien den Bucharahirsch, in Westchina den silbergrauen Szetschuanhirsch, in Ostasien den Isubra und in Nordamerika den riesenhaften Wapiti.

 

Die größten Wapitis in den nordamerikanischen Gebirgswäldern sind etwa doppelt so groß wie die kleinen Rothirsche auf den Moorheiden Schottlands.

Auch die Stimme, mit der die Hirsche zur Brunftzeit ihre Artgenossen beeindrucken wollen, variieren von Gebiet zu Gebiet: beim europäischen Rothirsch hört man ein tiefes Röhren, beim Wapiti dagegen ein hohes, quietschendes Schreien.

Männchen und Weibchen treffen nur in der Brunftzeit zusammen, die übrigen 11 Monate des Jahres leben sie in getrennten Rudel.

 

Das Geweih der Hirsche wird jährlich abgeworfen und neu gebildet. Dabei wird es bis zum Alter von 12 Jahren immer etwas größer, kräftiger und spitzenreicher aufgebaut, danach wird es entsprechend der nachlassenden Lebenskraft des Hirsches wieder schwächer.

Die Brücke ist ein optimaler Platz um das Rotwild zu beobachten. Auf der einen Seite kann man das Rotwild im Wald beobachten, auf der anderen Seite der Brücke kann man das Rotwild auf der riesigen Wiese des Geheges beobachten.

 

Dank dieser abwechslungsreichen Gehege durch Wald und Wiesen kann man die Rehe und Hirsche in verschiedenen Situationen beobachten und das Sozialverhalten studieren.

Im Herbst ist die riesige Wiese die Bühne für die Rothirschbrunft. Das ist einer der Höhepunkte der Naturereignisse im Gehege. Bis Anfang Oktober sind die imposanten Rangkämpfe in dem riesigen Gehege zu beobachten.

 

Da ist diese Brücke besonders gut geeignet. Von dort aus kann man das Rotwild - die Rehe, Hirsche und Rothirsche - beobachten. Das prachtvolle Geweih der Rothirsche spielt bei der Brunft eine sehr wichtige Rolle.

Zusammen mit dem Brunftschrei zeigt der Hirsch damit seine Stärke. Lassen sich die Kontrahenten dadurch nicht einschüchtern, wird das Geweih für die Rangkämpfe eingesetzt. Es wird erst im folgenden Frühjahr abgeworfen. Anschließend wächst es völlig neu nach und ist bis zur nächsten Brunft wieder fertig ausgebildet.

Dieses tolle Naturschauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen.

Reh im Gehege

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