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Das Reh ist die kleinste einheimische Hirschart mit einem kleinen Geweih, das in der Jägersprache irreführend Gehörn genannt wird.
Aber wie alle echten Geweihe wird es regelmäßig abgeworfen (im Herbst), unter einer samtartigen "Basthaut" neu aufgebaut (während des Winters) und, wenn es fertig ist, an einem Strauch oder Bäumchen von dieser Haut befreit, "gefegt" (im Vorfrühling).
Jede der beiden Geweihstangen hat nie mehr als 3 Enden. Das Sommerfell (ab Mitte Mai) ist rotbraun, das viel dickere Winterfell (ab Mitte Oktober) graubraun. Jungtiere, die "Kitze", haben bis zum Herbst ein weißgeflecktes Tarnkleid.
Der winzige Schwanz ist im Fell verborgen, Rehe wirken schwanzlos. Im Winter schließen sich Rehe oft zu kleineren Gruppen zusammen, die übrige Zeit des Jahres sind sie Einzelgänger.
Der Hirsch oder Rothirsch ist eine über die gesamte gemäßigte Zone der nördlichen Erdhälfte verbreitete Hirschart, von der man viele Unterarten unterscheiden kann: in Europa den Rot- oder Edelhirsch, in Nordafrika den gefleckten Berberhirsch, im Kaukasus und in Zentralasien den kapitalen Maral, in Mittelasien den Bucharahirsch, in Westchina den silbergrauen Szetschuanhirsch, in Ostasien den Isubra und in Nordamerika den riesenhaften Wapiti.
Die größten Wapitis in den nordamerikanischen Gebirgswäldern sind etwa doppelt so groß wie die kleinen Rothirsche auf den Moorheiden Schottlands.
Auch die Stimme, mit der die Hirsche zur Brunftzeit ihre Artgenossen beeindrucken wollen, variieren von Gebiet zu Gebiet: beim europäischen Rothirsch hört man ein tiefes Röhren, beim Wapiti dagegen ein hohes, quietschendes Schreien.
Männchen und Weibchen treffen nur in der Brunftzeit zusammen, die übrigen 11 Monate des Jahres leben sie in getrennten Rudel.
Das Geweih der Hirsche wird jährlich abgeworfen und neu gebildet. Dabei wird es bis zum Alter von 12 Jahren immer etwas größer, kräftiger und spitzenreicher aufgebaut, danach wird es entsprechend der nachlassenden Lebenskraft des Hirsches wieder schwächer.
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