Schleiereulen im Alsdorfer Tierpark

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Die Schleiereule

Lat.: tyto alba Klasse: Vögel Ordnung: Eulen Familie: Schleiereulen

Leise, leiser, am leisesten!

 

Schleiereulen sind nachtaktive Jäger. Strömungsgeräusche während des Fliegens werden durch kammartig gezähnte vordere Handschwingenfedern und durch Flaumhärchen auf den Federn der Flügeloberseite vermieden.

 

Die Schleiereule (Tyto alba) besitzt aufgrund zahlreicher Besonderheiten ihres Aussehens eine systematische Sonderstellung: Sie wird als eigene Familie der Schleiereulen (Tytonidae) den übrigen Eulen gegenüber gestellt! Besonders auffallend ist der herzförmige Gesichtsschleier der Schleiereule!

Schleiereulen
Schleiereule

Beschreibung / Aussehen

Männchen und Weibchen ähneln einander sehr, Weibchen sind im Allgemeinen jedoch etwas größer und etwas dunkler gefärbt.

Die Schleiereule wird  33 bis 35 Zentimeter lang, hell gefärbt, langflügelig und langbeinig, sie  erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 85 Zentimeter und hat einen recht kurzen Schwanz.

Das Gewicht reicht von etwa 200g bei den kleinsten Formen (etwa auf den Galápagos- Inseln) bis zu über 500g etwa bei der Nordamerikanischen Schleiereule, europäische Schleiereulen wiegen zwischen 300g (Männchen) bis etwa 400g (Weibchen).

Heimat

Die Schleiereule besiedelt die gemäßigten, subtropischen und tropischen Zonen von Afrika, Europa, Südwest- und Südasien, Australien, Südamerika und Nordamerika.

Sie zählt damit zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten überhaupt. In Europa kommt die Schleiereule nordwärts bis Schottland und Dänemark, nach Osten bis in die Ukraine vor. In Europa und Nordamerika liegt die nördliche Verbreitungsgrenze in Gebieten mit einer Jahresdurchschnittstemperatur zwischen sechs und acht Grad Celsius.

Lebensraum

Die Kombination von geeigneten Brutplätzen und günstigem Jagdgebiet ist für die Auswahl eines passenden Lebensraums ausschlaggebend.

Einzeln stehende, exponierte Gebäude (z.B. Kirchtürme und Scheunen) werden als Brutplatz bevorzugt. Zur Jagd sucht die Schleiereule offenes Gelände auf, wie beispielsweise am Rand von Siedlungen oder entlang von Straßen und Wegen.

Nachwuchs

Der Beginn der Brutstimmung bzw. Balz ist vom Nahrungsangebot abhängig. Revierrufe und Balzflüge setzen in der Regel von Februar bis April ein.

Die Schleiereule brütet in Abhängigkeit von Mäuse- Gradationsjahren ab Ende März, meist jedoch erst Anfang Mai.

Nach 30 bis 34 Tagen schlüpfen die jungen Eulen aus den länglichen weißen Eiern. Mit 11 bis 14 Tagen öffnen sie ihre Augen und verlassen nach etwa 60 Tagen das Nest.

Zweitbruten und gelegentlich auch Drittbruten - je nach Mäusejahr - konnten nachgewiesen werden. Die Schleiereule kann 15 bis 20 Jahre alt werden. Allerdings sind es nur wenige einzelne Tiere, die ein so hohes Alter erreichen. Die meisten werden gerade mal vier Jahre alt.

Schleiereule im Alsdorfer Tierpark
Scheue Schleiereule

Sprache

Am auffälligsten ist der kreischende, lang gezogene Revierruf des Männchens. Zur Warnung ruft die Schleiereule hastig kraich- kraich, in Abwehrsituationen ist Fauchen und Schnabelknappen zu hören.

Ernährung

Schleiereule erbeuten hauptsächlich Kleinsäuger wie Feld- und Spitzmäuse, seltener Vögel und vereinzelt Amphibien, Reptilien und Großinsekten. Unverdauliche Nahrungsbestandteile (Knochen, Haare) werden in Form von so genannten Gewöllen ausgewürgt.

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