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Man erkennt eine Schleiereule an deren Gesicht weil dieses weiß befiedert ist, wodurch ein herzförmiges Aussehen hervorgerufen wird. Der deutlich ausgeprägte herzförmige Schleier, der das Gesicht umgibt, hat diesem Vogel seinen Namen gegeben.
Die Oberseite ist hellgrau gezeichnet, auf goldgelbem Grunde mit weißer und schwarzer Sprenkelung versehen Im Gegensatz zu allen anderen bei uns lebenden Eulenarten ist die Unterseite nie gestreift, sondern gelblich-braun mit vereinzelten kleinen Flecken. Federohren fehlen diesem auffallend langbeinigen Tier.
Die auch in Deutschland beheimatete Schleiereule (Tyto alba) bewohnte ursprünglich zerklüftete Felswände. Heute lebt sie in Ruinen, Scheunen und Kirchtürmen.
Zum Jagen braucht die Schleiereule offenes Gelände. Ihre bevorzugten Beutetiere sind Kleinsäuger bis zur Größe von Ratten, aber auch Frösche, Kleinvögel, Maulwürfe und Insekten. Fledermäuse erbeutet sie, indem sie im Flug die mit spitzen Zähnen und Krallen bewehrten Fledertiere von hinten packt.
Ein- bis zweimal im Jahre werden jeweils mehrere (bis 11) Eier bebrütet, aus denen nach 30 Tagen die Jungen schlüpfen.
Als eifriger Verfolger von Ratten, Mäusen u.a. Nagern ist die Schleiereule ein ausgesprochen nützlicher Vogel in Haus und Feld.
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