Der Turmfalke ist unser häufichster Greifvogel

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Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist ein über Europa, Nordafrika, Nord- und Westasien verbreiteter Raubvogel, dessen hervorstechendes Merkmal ein im Fluge ausgeführtes Rütteln ist. Dabei steht er mit raschen Flügelschlägen im Wind und sucht die Wiese unter sich nach Mäusen ab, die seine Hauptnahrung bilden.

 

Der Turmfalke ist neben dem Mäusebussard unser häufigster Greifvogel. Ursprünglich ist dieser kleine Raubvogel in offenem Gelände mit Feldgehölzen oder Felswänden zu Hause, die ihm geeignete Nistmöglichkeiten bieten.

 

In den letzten Jahrzehnten sieht man ihn auch immer häufiger in Ortschaften, wo er auf Türmen, Hochhäusern und ähnlichen Gebäuden nistet.

Bei allen für ihn aufregenden Situationen läßt er seine gellende, kichernde Stimme hören. Damit macht er in den Wochen vor der Brutzeit auch auf seine Paarung aufmerksam.

Wie alle Falken baut er kein Nest, sondern legt seine Eier auf den nackten Untergrund, oft in Mauernischen an hohen Gebäuden, ebenso aber auch in vorjährige Krähennester. Er nimmt auch geräumige Nistkästen an. Dort und in Ruinen, Felswänden usw., selten am Boden, werden auf einer dünnen Unterlage ab April gelegentlich zweimal im Jahre bis 7 Eier erbrütet. Meist brüten Turmfalken nur einmal im Jahr.

Der Turmfalke ist in fast ganz Europa ein Stand- oder Strichvogel, nur die Tiere aus Nord- und Nordosteuropa verbringen die kalte Jahreszeit in südlicheren europäischen Gebieten.

Das Männchen hat eine schwarzgefleckte rotbraune Oberseite und ist unterseits rahmgelb mit einzelnen Flecken gefärbt. Kopf, Bürzel und Schwanz sind grau, dieser mit schwarzer Binde und weißer Spitze.

Das Weibchen ist oberseits rostbraun und schwarz gebändert. Mäuse, Kerbtiere u.a. sind die Nahrung, die der Turmfalke besonders in offenen Landschaften, aber auch mitten in der Großstadt erbeutet. Hat der Turmfalke eine Beute entdeckt, so schwebt er tiefer, rüttelt erneut, läßt sich noch tiefer sinken und stößt schließlich wie ein Stein mit angelegten Flügeln zu Boden, so daß man von ferne meint, er müßte alle Knochen brechen. In Notzeiten wagt sich der Turmfalke wohl auch an eine Amsel, die mit etwa 100 Gramm halb so schwer ist wie er selbst. Immer aber greift der Greifvogel seine Beute nur am Boden an.

Turmfalke im Alsdorfer Tierpark-klein

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Der Turmfalke-klein
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