Der Uhu

Lat.: bubo bubo Klasse: Vögel Ordnung: Eulen Gattung: Uhus
    
Uhu im Alsdorfer TierparkUnheiliger Totenvogel!
Gern gesehen wurde die größte bei uns vorkommende Eule früher nicht. Wegen seiner nächtlichen Lebensweise galt der Uhu als Vogel der Unterwelt, als Trauer- und Totenvogel. Sein Erscheinen bedeutete Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod.


Der Uhu sieht gar ernsthaft aus, als hätt er hoch studiert.
Geht nicht aus seiner Höl heraus, bis’ Nacht und finster wird,
All Dunkelheit ist ihm ganz hell, doch sieht er nichts bei Tag,
Drum ist er auch ein solch Gesell, den nie kein Vogel mag.
aus “Des Knaben Wunderhorn”




Uhus im Tierpark AlsdorfBeschreibung / Aussehen:
Der Uhu ist die größte Eulenart. Uhus haben einen massigen Körper und einen auffällig dicken Kopf mit Federohren.
Die Weibchen sind deutlich größer als Männchen. Die Augen sind orangegelb. Das Gefieder weist dunkle Längs- und Querzeichnungen auf. Brust und Bauch sind dabei heller als die Rückseite.
Die schwersten mitteleuropäischen Uhuweibchen wogen 3200 g. Der Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen zeigt sich auch bei der Flügelspannweite.

Die Spannweite der Männchen beträgt durchschnittlich 157 cm, die der Weibchen 168 cm. Der Kopf ist groß und hat auffallend lange Federohren. Diese stehen normalerweise schräg seitlich oder nach hinten ab.
Der Uhu besitzt auch den für Eulen typischen Gesichtsschleier, der allerdings weniger stark ausgeprägt ist als beispielsweise bei der Waldohreule oder Schleiereule.
    
Heimat:
Uhupärchen im TierparkSie sind sowohl in Nordafrika als auch in Europa und Asien beheimatet. In Europa fehlt die Art in der nördlichen Hälfte Frankreichs, auf den britischen Inseln sowie auf Island.
Lebensraum:
Das typische Uhurevier hat im Durchschnitt eine Größe von 40 Quadratkilometern. In seinem Verbreitungsgebiet zeigt der Uhu, wie stark er sich den unterschiedlichen Gegebenheiten seines Lebensraumes anpassen kann. Uhus leben in nahezu baumlosen Wüstengebirgen, in den lichten borealen Nadelwäldern sowie in subtropischen Breitengraden. Sie sind auch an Meeresküsten zu finden.

Nachwuchs:
Während der Balz versucht das Männchen, das Weibchen mit Lock- und Fütterungslauten zum ausgewählten Nistplatz zu locken. Die Küken schlüpfen nach 34 Tagen und tragen ein weißliches Daunenkleid und wiegen durchschnittlich 60 Gramm. In geschützten Felsnischen verbleiben die Junguhus bis zu 10 Wochen; liegt die Nistmulde dagegen am Boden, wandern die Jungen bereits mit 3,5 Wochen ab. Sicher gehen, springen und klettern können Uhujunge allerdings erst mit vier bis fünf Wochen. Die Eltern versorgen ihre Nachkommenschaft bis zu einem Alter von etwa 5 Monaten.
    
Sprache:
Der Uhu verfügt über ein großes Rufrepertoire. Das Männchen lässt in der Balzzeit ein dumpfes „buho“ erklingen, das Weibchen antwortet auf diesen Ruf mit einem helleren „u-hu“.  Während der Paarung ist vom Männchen außerdem ein erregtes „hohohoho“ und vom Weibchen ein schrilles „wiwiwiwi“ zu hören.
Ernährung:
Der Uhu ist ein nächtlicher Jäger, der sich mit der Dämmerung auf Jagd begibt. Uhus ernähren sich in erster Linie von Igel, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Feldhasen, Krähen, Tauben und Enten. In seinen Gewöllen konnten mehr als 50 unterschiedliche Säugetierarten und fast 180 Vogelarten nachgewiesen werden.



Copyright © 2017 Freizeit in Alsdorf. Alle Rechte vorbehalten.

Zum Seitenanfang